Die ROKU Mechanik GmbH aus Unterschneidheim stellt ihren Geschäftsbetrieb zum Jahresende 2026 vollständig ein. Das Unternehmen hatte am 1. Februar 2026 Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Trotz intensiver Suche ließ sich kein Investor finden.
Rückläufige Aufträge aus der Automobilindustrie und gestiegene Energiekosten hatten das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht. Nach Angaben des Generalbevollmächtigten Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger standen die Verhandlungen mit mehreren potenziellen Investoren zweimal kurz vor dem Abschluss. Ausschlaggebend für die Absagen war die branchenbedingt schwierige Auftragslage, die sich sowohl im Automotive- als auch im Non-Automotive-Bereich verschärft hatte.
ROKU Mechanik fertigt als Zulieferer in der Zerspanungstechnik Dreh- und Frästeile sowie Baugruppen, überwiegend für die Automobilindustrie. Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung beschäftigte das Unternehmen rund 190 Mitarbeitende, aktuell sind noch etwa 145 Beschäftigte in den beiden Werken tätig. Diese haben die Möglichkeit, nach Abschluss der Ausproduktion voraussichtlich Anfang 2027 in eine von Kunden finanzierte Transfergesellschaft zu wechseln, die sie bei der beruflichen Neuorientierung unterstützt.
Geschäftsführer Roland Kuhnhaus verwies darauf, dass das Unternehmen 2019 noch 25 Mio. € in eine zusätzliche Fertigungsstätte investiert hatte. Danach habe es sich nacheinander der Corona-Pandemie, der Energiekrise und zuletzt einer schwächeren Nachfrage der Automobilindustrie gegenübergesehen.