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HKM - Der letzte Abstich

Nach mehr als 53 Produktionsjahren hat die Salzgitter-Tochter HKM den Hochofen A in Duisburg dauerhaft stillgelegt. In fünf Ofenreisen erzeugte die 1973 in Betrieb genommene Anlage rund 93 Mio. t Roheisen. Ab 2029 soll ein Elektrolichtbogenofen mit einer Kapazität von bis zu 2,5 Mio. t pro Jahr CO2-

HKM - Der letzte Abstich

Nach mehr als 53 Produktionsjahren hat die Salzgitter-Tochter Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) den Hochofen A in Duisburg dauerhaft stillgelegt. Der letzte Abstich am vergangenen Samstag markiert einen weiteren Schritt der Salzgitter AG hin zu einer nahezu CO2-neutralen Stahlproduktion. Künftig soll in Duisburg ein Elektrolichtbogenofen CO2-reduzierten Stahl erzeugen.

Die 1973 erstmals in Betrieb genommene Anlage wurde im Zuge der Transformationsstrategie außer Betrieb genommen. Ab 2029 soll in Duisburg ein Elektrolichtbogenofen CO2-reduzierten Stahl produzieren. Mit einem Abstichgewicht von 285 t und einer Kapazität von bis zu 2,5 Mio. t pro Jahr wird die neue Anlage nach Unternehmensangaben der größte Elektrolichtbogenofen Deutschlands und der zweitgrößte innerhalb der Europäischen Union. Das Vorhaben wird mit 200 Mio. € im Rahmen der „Bundesförderung Industrie und Klimaschutz" durch Bund und Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Bau hat im August 2026 begonnen, die Fertigstellung ist für 2029 geplant.

Bis dahin sichert Hochofen B die Produktion in Duisburg. Die Anlage wurde vor wenigen Wochen nach mehrmonatiger Zustellung wieder hochgefahren. Im vergangenen Jahr produzierten beide Hochöfen zusammen etwa 4 Mio. t Roheisen; in diesem Jahr wird mit rund 3 Mio. t kalkuliert. Ab 2027 beträgt die Kapazität jährlich bis zu 2,5 Mio. t, zunächst mit einem Hochofen und später mit einem Elektrolichtbogenofen.

Hochofen A hatte seine erste Ofenreise am 2. Mai 1973 begonnen. Seitdem wurden in fünf Reisen etwa 93 Mio. t Roheisen erzeugt. Die Anlage besaß einen Gestelldurchmesser von 10,3 Metern, ein Nutzvolumen von 2.449 m3 sowie zwei Abstichlöcher. Wenige Tage zuvor hatte HKM bereits die Batterie 2 der Kokerei außer Betrieb genommen.

Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, betont, das Unternehmen wolle die Transformation hin zu einer nahezu CO2-neutralen Stahlproduktion bis Mitte der 2030er Jahre abschließen. Andreas Betzler, Sprecher der Geschäftsführung der HKM, bezeichnet den Moment als „Zeichen für Zuversicht und Erneuerung".