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Thomas Eisen Monoista

Einst Eiserner Vorhang, heute Sitzmöbel: Das Haus der Geschichte in Bonn hat seinen neu gestalteten Museumsgarten eröffnet, darin Sitzmöbel aus alten Stahlgitterrosten, die früher Teil der Ausstellung waren. Beteiligt am Upcycling-Projekt waren die Designerin Anna Sänger, ein Berufskolleg in Hennef,

Thomas Eisen Monoista

Das Haus der Geschichte in Bonn hat seinen neu gestalteten Museumsgarten eröffnet. Die dort aufgestellten Sitzmöbel bestehen aus alten Stahlgitterrosten, die in einer früheren Ausstellung symbolisch als Eiserner Vorhang dienten. Statt entsorgt zu werden, wurden sie im Rahmen eines Upcycling-Projekts zu funktionalen Gartenmöbeln umgestaltet. Beteiligt waren die Designerin Anna Sänger (Monoista), das Carl-Reuther-Berufskolleg Hennef, der Stahlhändler Thomas Eisen sowie der Oberflächenspezialist ZINQ.

Aufwendige Vorbereitung

Die handwerkliche Ausgangslage war anspruchsvoll. Die rund 30 Jahre alten Gitter waren lediglich an den Außenseiten verschweißt und nicht für eine Weiterverarbeitung vorgesehen. Nach Schätzung von Anna Sänger mussten 15.000 bis 20.000 zusätzliche Schweißheftpunkte gesetzt werden, um die Struktur zu sichern. Zudem variierten Maschenweiten, und einzelne Elemente hatten sich verzogen, sodass viele Bauteile individuell angepasst und gerichtet werden mussten.

Junge Menschen eingebunden

Von Anfang an war vorgesehen, junge Menschen praktisch einzubinden. Schülerinnen und Schüler des Carl-Reuther-Berufskollegs unterstützten insbesondere beim Vorbereiten und Zerkleinern der Gitter und gewannen dabei Einblicke in die Metallverarbeitung. Die Beschichtung der Rohteile übernahm ZINQ, wobei eine Schulklasse den Prozess vor Ort begleiten konnte. Den Transport zwischen den Stationen – von Bonn nach Hennef, Köln, Gelsenkirchen und ins niederländische Veenoord und zurück – koordinierte Dietmar Hauptmann von Thomas Eisen.

Die in kräftigem Rot lackierten Sitze sind nun dauerhafter Bestandteil des Museumsgartens. Zur Eröffnung kamen viele Projektbeteiligte zusammen, darunter Schülerinnen und Schüler sowie Vertreter der Schule. Für Anna Sänger schloss sich mit dem Projekt ein persönlicher Kreis: Sie besuchte das Haus der Geschichte als Kind mit ihren Großeltern; ihre fast 90-jährige Großmutter war bei der Eröffnung dabei.